MTBvD Racing A-Team – SKS Cup Remscheid 2010 – der Rennbericht
September 8, 2010 by admin
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Im Bergischen Land, genauer in Remscheid, fand am Wochenende das Finale des SKS NRW Cup 2010 statt. Obwohl die Sportler schon auf den Strecken in Solingen, Oelde, Hagen, Grafschaft und Haltern um jeden Punkt gekämpft hatten, sollte in vielen Alterklassen erst der letzte, sechste Lauf die Entscheidung um den Gesamtsieg bringen.
Doch vorher mussten die Jugend- und Juniorenfahrer erst mal am frühen Morgen die Strecke finden. Noch nicht ganz korrekt markiert, kam die eine Gruppe den Berg herunter während die andere meinte, man müsse hier definitiv bergauffahren. So glich die Streckenbesichtigung am Ende eher einer gemütlichen Sonntagstour durch den Wald, hatten sich doch alle Fahrer am Ende in ihrer Ortsunkenntnis zusammengefunden.
Später stellte sich die Strecke als konditionell fordernd und unabwechselnd heraus: Nach Start/Ziel erst mal stark und schnell bergab, garniert mit einigen Trails, einer Spitzkehre, viel Schotter und einem künstlich angelegten Sprung ging es später all die Höhenmeter wieder steil bergauf.
Die Jugend hatte sich mehr erhofft
Den Anfang machten wie immer früh am morgen die Fahrer der Jugend ohne Lizenz, für die die Strecke auch um zahlreiche Höhenmeter eingekürzt wurde. Für das MTBvD Racing A-Team standen erneut Lukas Löttert und Tobias Atzberger bei frischen Temperaturen am Start. Tobias war durch die chaotische Streckenbesichtigung, welche fast eine ganze Stunde dauerte, stark aus seinem Zeitplan geraten und musste daher sein Aufwärmprogramm auf dem Rollentrainer ersatzlos streichen.
Lukas kam nach dem Startschuss gut weg, musste aber dem hohen Tempo Tribut zollen und zwischenzeitlich etwas die Pace rausnehmen. Zwar wurden die Beine zum Rennende hin wieder besser, da das gesamte Rennen aber auf nur 30 Minuten angesetzt ist, fehlte die Zeit, wieder an die Spitze heranzufahren und so belegte Lukas Platz 6 in der Tageswertung mit 1:30 Minuten Rückstand auf den Sieger.
Tobias erwischte ebenfalls einen halbwegs guten Start musste aber schon nach wenigen Metern wegen eines Kettenklemmers, der gar das Chainsuckblech vom Rahmen riss, vom Rad. Danach sprintete er mit aller Kraft dem Feld hinterher, doch musste zwischenzeitlich erneut – wieder wegen eines Kettenklemmers – vom Rad und das Problem richten. Am Ende kam er entkräftet auf dem 12. Platz ins Ziel.
“Schade, heute wäre mehr drin gewesen. Wir wussten, dass die Kettenblätter Probleme machen, haben aber ein Neues so schnell nicht auftreiben können – das war heute zu erwarten”, zeigte sich Tobias enttäuscht im Ziel.
Das Rennen gewann Julian Braun vom Team bicycles and more Betzdorf nach 25:22 Minuten vor Nick Wichmann vom RSV Blau-Gelb Oberhausen und Joshua Winz. Für den Cup-Gesamtführenden Tim Hollmann reichte es an diesem Tag nur für Platz 4.
Abzüglich der Streichergebnisse erreichte Lukas somit den 2. Platz in der Gesamtwertung des SKS Cups in der Jugendklasse, Tobias belegt Platz 9 mit 855 Punkten. Gesamtsieger der Fun-Jugend wurde Tim Hollmann vom ATV Haltern, der nahezu alle Rennen der Serie gewann und somit 1200 Punkte ansammelte. Den dritten Platz belegte Joshua Winz, mit jedoch nur 10 Punkten Vorsprung vor Nick Wichmann.
Die Gesamtwertung der Jugend ist auch ein deutliches Spiegelbild, wie groß die Leistungsdichte bei diesen jungen Fahrern aktuell ist. Die Plätze 5 bis 8 verteilen sich allesamt auf Athleten mit 945 bis 935 Punkte – also gerade mal 10 Punkten Unterschied.Um hier ganz vorne mit dabei zu sein, müssen also über die gesamte Saison konstante Top-Platzierungen erreicht werden.
Maren Flender beendet SKS Cup auf Platz 2
In der Lizenzklasse der Frauen vertrat Maren Flender das MTBvD A-Team und belegte in der Tageswertung Platz 3 nach einer Fahrzeit von 1:06:33 Stunden hinter der Gewinnerin Sandra Gockert vom Stevens Racing Team. Sie schließt damit den SKS NRW Cup auf dem 2. Platz des Gesamtklassements ab – herzlichen Glückwunsch! Siegerin in der Gesamtwertung der Frauen wurde Sandra Gockert mit 1200 Punkten und somit 175 Punkten Vorsprung vor Maren Flender, die ihrerseits nur 35 Punkte Vorsprung vor der Drittplatzierten Kim Vrielink aus den Niederlanden hatte.
Im Rennen der Herren ohne Lizenz war es richtig spannend: Sowohl Michael Osinski als auch Tom Schöler konnten mit einem Sieg noch die Gesamtwertung für sich entscheiden. Der Gesamtsieg ging schließlich mit einem Vorsprung von 40 Punkten an Tom Schöler (1185 Punkte), da Michael Osinski mit einem Durchschlag am Hinterrad eine halbe Runde vom tiefsten Punkt der Strecke bis ins Ziel laufen musste und nach einem Radwechsel erst auf Rang 10 ins Ziel kam.
Nur theoretische Chancen auf einen Podiumsplatz in der Gesamtklassierung hatte Matthias vom MTBvD A-Team. In einem schnellen Rennen beendete er die erste Runde auf dem vierten Platz, musste dann aber etwas mit seinen Kräften haushalten und kam an 7. Stelle nach einer Fahrzeit von 45:16 Minuten und mit einem Rückstand von 3:45 Minuten auf den Sieger ins Ziel. “Am Ende tat es zwar weh, aber Kraft war noch da. Vielleicht hätte ich schon etwas früher wieder aufs Gas treten sollen. In jedem Fall ein schöner Abschluss der Rennserie” befand Matthias schließlich im Ziel. In der Gesamtwertung beendete Matthias damit den SKS NRW Cup auf Rang 5 mit 885 Wertungspunkten.
Bei den Senioren I ohne Lizenz war ebenfalls noch alles offen. Roman Köhler, Mark Steinweger und MTBvD A-Team Fahrer Eberhard Schulte waren punktgleich und wollten in Remscheid die Gesamtwertung für sich entscheiden. Das Rennen machte dann nach einer Fahrzeit von 39:58 Minuten Eberhard Schulte, der mit einem Vorsprung von 1:12 Minuten vor Roman Köhler ins Ziel kam und somit auch den SKS NRW Cup in der Klasse der Senioren I ohne Lizenz mit 15 Punkten Vorsprung gewinnt. Zweiter des Gesamtklassements wurde Roman Köhler (1145) vor Mark Steinweger (1135).
Früh am Morgen: Die Startaufstellung der Junioren (vorne) und Jugendfahrer. In Remscheid wurde zeitgleich startet.
MTBvD A-Team Fahrer Tobias konzentriert sich vor dem Start.
Und los – Die Jugendfahrer starten beim letzten SKS NRW Cup im Jahr 2010.
Tobias auf einem der schnellen Streckenabschnitte.
Nick Wichmann freut sich: Platz zwei für ihn in Remscheid.
Völlig fertig – Gesamtcupgewinner Tim Hollman und Ole Wagner (475) stehen nach 30 Minuten Höchstleistung neben sich und neben Tobias.
Siegerpodest des Gesamtcups in der Fun-Jugend-Klasse. Sieger Tim Hollmann vorLukas Löttert vom MTBvD A-Team und Joshua Winz.
Start der Herren Funklasse: Matthias versucht, einige Plätze gut zu machen, bevor es ins Gelände geht.
Gejagt von den Senioren: Eine Minute nach den Herren werden auch die Senioren 1 mit MTBvD-Fahrer Eberhard Schulte (303) auf die Strecke geschickt.
Und die Senioren geben Gas: Eberhard am steilen Straßenanstieg vor Start und Ziel.
Nach zwei Runden hat die Spitzengruppe der Senioren, angeführt von Eberhard, das Feld der Herren durchflügt und trifft hier auf Matthias, der an Position 7 liegt.
Der SKS Cup 2010 ist Geschichte: Platz 1 in der Gesamtwertung für Eberhard, Matthias erreicht Rang 5 in seiner Alterklasse.
Das MTBvD A-Team beim SKS NRW Cup nach dem Finale
September 8, 2010 by admin
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Eine kurze Übersicht über die Platzierungen nach dem Finale in Remscheid:
Maren Flender, Platz 2 , Damen Lizenz (Bericht)
Matthias Heinekamp, Platz 5 , Herren fun
Lukas Löttert, Platz 2 , Jugend männlich fun
Tobias Atzberger, Platz 9 , Jugend männlich fun
Eberhardt Schulte, Platz 1 , Senioren 1 fun
Detailierte Rennergebnisse und Berichte folgen sicher noch
Rückblick: das MTBvD A-Team beim Ruhrbike Marathon in Wetter
September 5, 2010 by admin
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Dass es heiß werden wurde, war abzusehen. Aber mit einer solchen Hitzeschlacht rechneten wohl die wenigsten Fahrer beim Ruhrbike Marathon, dem 3. Lauf der Nutrixxion Marathon Trophy, in Wetter an der Ruhr am 3. Juli 2010.
Kreislaufzusammenbruch bei Lukas Löttert
In der Vorwoche noch durch eine Erkältung heimgesucht und stark geschwächt ignorierte der 15-Jährige seinen Körper und ging trotzdem an den Start. Die Quittung folgte dann nach wenigen Kilometern. An einem Anstieg krampfte ein Beinmuskel derart stark, dass Lukas nicht vernünftig aus den Klickpedalen kam und stürzte. Seinem von der Erkältung und mörderischen Hitze schon geschwächten Kreislauf gab dies den Rest und Lukas verlor kurz das Bewusstsein. Durchgecheckt in einem Rettungswagen, konnte zwar Entwarnung gegeben werden – das Rennen war aber trotzdem für ihn gelaufen.
Tobias erreicht Platz 3
Zwei volle Trinkflaschen ab Start und weitere vier Trinkflaschen durch die teameigenen Feedings reichten für Tobias nicht aus, er musste trotzdem noch an der zweiten Verpflegungsstellen auffüllen. “Das war so unglaublich heiß. Ab Mitte der Strecke ist mein Puls in den Keller gegangen, selbst an den Anstiegen fror ich dann plötzlich. Zwischendurch habe ich mich dann sogar einige Minuten in den Schatten gesetzt, um keinen Kreislaufzusammenbruch beim Fahren zu riskieren.” Im Ziel wurde er nach 3:05:44 Stunden klassiert, was in seiner Altersklasse ohne Lizenz für den 3. Platz von insgesamt 10 Jugend-Startern reichte. Es gewann Simon Boecker vor Maurice Wiegelmann. “Damit hätte ich nicht gerechnet, denn eigentlich liegt mir große Hitze gar nicht. Aber bei den Anderen ist es wohl einfach noch schlechter gelaufen”, so Tobias im Ziel.
Literweise kippten nette Streckenanwohner Wasser über die Fahrer und auch an den Teamfeedings bekam jeder Fahrer noch eine dritte Flasche mit Wasser zum Abkühlen angereicht. “Am Schluss war alles egal. Ob da jetzt Cola, Wasser oder Iso in der Flasche war – als klar war, dass ich mit den Flaschen bis auf den Hardtkortberg komme, habe ich jeden restlichen Tropfen Flüssigkeit ins Trikot gekippt. Das waren ja noch die mit dem 10cm-Reißverschluss, ohne Chance auf Ventilation”, erzählt Tobias.
Bis Kilometer 11 hatten Tobias und Matthias auch dieses Mal wieder zusammen Tempo gemacht, danach musste Tobias abreißen lassen. “Der erste Straßenanstieg entscheidet hier, wie lange man im ersten Trail wartet. Daher habe ich Tobias und mich da mit Maximalpuls hochgetrieben.”, erzählt Matthias und ergänzt: “Ich komme mit hohen Temperaturen aber ein wenig besser als Tobi klar. Die gleiche Zeit wie im Vorjahr, trotz dieser Wahnsinnshitze – ich bin zufrieden.” Am letzten Anstieg sammelte Matthias sogar noch ein paar Bundesligafahrer ein, die den Marathon später als “kranke Hitzeschlacht” bezeichneten. Im Ziel standen 2:47:08 Stunden auf der Uhr und der 9. Platz im insgesamt 56 Fahrer großen Feld der Herrenklasse ohne Lizenz. “Das Limit waren heute nicht die Beine sondern der Kreislauf, zum Ende hin sackte der Puls immer mehr in den Keller inklusive aller sonstigen Warnzeichen”, so Matthias.
Maren Flender mit Materialbruch
Keine Probleme in der Gluthitze hatte Maren Flender, die an aussichtsreicher Position lag bis ein Defekt sie kurzzeitig stoppte.”Als ich beim zweiten Überqueren der Ruhrbrücke die Treppe hochgelaufen bin, und mein Rad angehoben habe, fühlte sich das Hinterrad so verdächtig locker an”, so Maren. Ein kurzer Blick auf das Ausfallende bestätigte alle Befürchtungen: Das Schaltauge hatte sich teilweise aus dem Rahmen verabschiedet. (Wir erinnern uns.) Maren schaffte es mit großer Vorsicht trotzdem noch ins Ziel und sicherte sich mit einer Zeit von 2:50:46 Stunden den 5. Platz bei den Frauen mit Lizenz hinter der Gewinnerin Sandra Gockert, die für die Strecke 2:28 Stunden brauchte. “Das war zwar eindeutig zu warm heute aber trotzdem wäre ohne Defekt noch mehr drin gewesen”, so ihr Fazit des Rennens.
MTBvD Racing A-Team auf Hitze vorbereitet
Zusätzlich zu den zwei Verpflegungsstellen bei Kilometer 16 und 35 war das MTBvD A-Team an zwei weiteren, logistisch und strategisch günstigen Punkten, mit neuen Trinkflaschen versorgt worden. Insgesamt 18 Powerbar-Trinkflaschen und Gels waren vorbereitet worden, um den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust alleine von Tobias und Matthias im Rahmen zu halten.
“Dass wir überhaupt ins Ziel gekommen sind und es bei mir noch für den dritten Platz gereicht hat, war heute weniger unsere eigene sportliche Leistung als die Leistung unsere Betreuer”, so Tobias’ Zusammenfassung des Tages und ergänzt: “Ohne die zwei zusätzlichen Feedings hätte ich noch stärker auf die Bremse treten müssen oder wäre zwischendurch umgekippt. Daher den allergrößten Dank an unsere Helfer!”.
Vorbereitung: Das MTBvD-Team war dank POWERBAR so gut wie möglich auf die zu erwartende Hitzeschlacht eingestellt.
Aber keine Trinkflasche nützt etwas, wenn sie nicht an die Strecke kommt.
Startvorbereitungen: Neben zwei Schatten spendenden Trailern bereiten sich Matthias und Tobias auf den Marathon vor.
Aufwärmen zwischen LKWs – aber im Schatten!
Schatten auch im Startblock – dank unserer großartigen Betreuern.
Kein Schatten mehr: Maren Flender auf der Strecke.
Auf der steilsten Straße in Volmarstein: Matthias trotzt Staub und Hitze.
Tobias auf der Strecke in Volmarstein – im Wiegetritt. Ob es am Personal im Hintergrund lag?
In jedem Fall reichte es für den 3. Platz in der Jugendklasse! Das Schloss ist übrigens super praktisch und sichert regelmäßig nach den Marathons unsere Räder, während wir unter der Dusche stehen.
Viel Pech und trotzdem gute Ergebnisse beim SKS Sauerland Marathons in Grafschaft für das MTBvD A-Team
August 25, 2010 by admin
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Nach einer guten Trainingswoche, einer optimalen Vorbereitung des Materials, leckeren Nudeln mit Pilzen am Vorabend und mit einem hervorragend funktionierenden Zeitplan standen Lukas, Tobias und Matthias aus dem MTBvD A-Team am Samstag am Start des SKS Sauerland Marathons in Grafschaft.
Lukas konnte aus einem der ersten Startblöcke ohne große Hindernisse direkt ins Renngeschehen auf der 59 Kilometer-Strecke eingreifen. Und obwohl erst Mitte der Woche gemeldet, bekamen auch Tobias und Matthias noch einen Startplatz in einem der mittleren Blöcke zugeordnet. Trotzdem mussten sich beide nach dem Start erst mal durch die Fahrermenge vor ihnen arbeiten. Das Streckenprofil sah zwar nahezu durchgehend breite Waldwege vor, aber für die ersten schnellen Abfahrten wollten die beiden unbedingt aus dem anfänglichen Gedränge heraus. Also wurde direkt Vollgas gefahren und schon vor der ersten Abfahrt waren beide durch das unbeschreiblich dichte Gedränge von Fahrern, in dem einem zu jedem Nachbar nur einige Zentimeter Platz blieben, bis auf wenige Meter an Lukas herangefahren.
Dann ging es in die erste Abfahrt, die den Rennverlauf für Matthias und Tobias grundlegend verändern sollten. Ein Stein schlitze Matthias’ Hinterreifen auf knapp zwei Zentimetern auf, so dass die Luft schlagartig das Weite suchte. “Ich hörte nur einen Knall, als ob ich über einen Luftballon gefahren wäre und dann musste ich auch schon zusehen, dass ich mit dem Rad von der Strecke runter komme”. Reifen runter, Schlauch raus, neuen Schlauch rein, Reifen wieder drauf, zwei CO2 Patronen reinjagen, hieß es dann unter erschwerten Bedingungen im Brennesselgestrüpp, denn ein paar Zentimeter weiter stürzte sich das restliche Fahrerfeld mit 40 km/h ins Tal. “Eine Reifenpanne auf dem Mittelstreifen der A3 im Berufsverkehr wird recht ähnlich sein”, so Matthias’ Resumée.
Nur einige hundert Meter später hatte es in der Zwischenzeit Tobias erwischt. Auch seinem tubeless-montierten Hinterrad wurde wohl ein Stein zum Verhängnis, der ein so großes Loch verursachte, dass auch die Dichtmilch nicht mehr dichtete: “Ein lauter Knall und dann spritzte das weiße Zeug schon durch die Gegend.”, so Tobias. “Ich habe dann nur noch versucht, heil von der Strecke runterzukommen ohne überfahren zu werden”. Zwar hatte auch Tobias Ersatzschlauch und Kartuschenpumpe parat, bekam das fest – zu fest – montierte Tubelessventil aber nicht aus der Felge. Matthias, der kurz nach seinem eigenen Defekt vorbeikam, versuchte zwar zu helfen, konnte aber ohne Werkzeug auch nichts ausrichten und setzte seine Aufholjagd nach wenigen Minuten fort.
Andere würden aufgeben, Tobias nicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte er einen Zuschauer gefunden, der ihn mit seinem Motorroller zu einem Bauernhof brachte. Auf das Klingeln an der Tür öffnete zwar niemand, aber der Rollerfahrer und gleichzeitig Freund des Bauers, wusste in welcher Scheune die Werkbank war. “Der meinte nur er, er regelt das schon und ich solle mal schauen, ob ich da finde, was ich suche. Rein in die Scheune, Zange gegriffen und nach ein paar Minuten war das Ventil draußen und der Schlauch drin.”, berichtet Tobias begeistert. Nachdem er zurück zur Strecke gebracht worden war, wartete zwar schon der Schlusswagen aber jetzt gab der 16-Jährige nur umso mehr Vollgas und nahm die Verfolgung von ganz, ganz hinten auf. Zuvor musste Tobias aber noch vier Kilometer laufend bis zur nächsten Luftpumpe zurücklegen – beim Aufpumpen war in der Hektik wohl trotz zweier Kartuschen zu viel danebengegangen.
Umso höher ist die anschließende Leistung zu bewerten. Das Ziel erreichte Tobias auf Platz 223 von 317 Fahrern der mittleren Strecke und hatte damit auf seiner Aufholjagd durch das Feld nicht weniger als 94 Fahrer wieder eingeholt.
“Wenn ich in den Ferien morgens schon um 4:45 Uhr aufstehe, dann will ich auch ein paar Punkte für die Trophy-Wertung und kein DNF (Did not finish) mit nach Hause nehmen”, so Tobias, der so erst nach rund 1:30h den Startloop hinter sich gebracht hatte, im Ziel. “Wahrscheinlich hätten wir beide an dieser Stelle weniger aggressiv fahren sollen, hier liegt schon eine Menge abseits der Idealspur im Weg rum”, ergänzt Matthias.
(Anmerkung: Auch Ralf Haupt zerlegte es den Reifen)
Das restliche Renngeschehen war fast schon unspektakulär. Sowohl Tobias als Matthias fuhren Vollgas, um wenigsten noch ein paar Minuten Zeit gutzumachen. Matthias bekam aber schon bald die Konsequenzen dieses Kraftaktes zu spüren. Jetzt in einem deutlich zu langsamen Fahrerfeld unterwegs, musste er sich ständig den Weg freirufen und kam mit seiner Einteilung von Gels und Trinkflaschen durcheinander. “Am vorletzten Berg war dann einfach Ende, da wollte ich nur noch ankommen. Der Rücken schmerzte und auf den Abfahrten zitterten die Beine. Hinsetzten ging wegen der vielen Schläge aber auch nicht – dann wäre ich abgeflogen oder hätte einen weiteren Reifendefekt, der Mantel war ja immer noch kaputt, riskiert”, berichtet Matthias. “Irgendwo – ich hatte gerade einen Riegel im Mund und konnte noch nicht mal eine Warnung rufen – hat dann noch bei rund 50 km/h einer vor mir von der rechten Waldwegspur plötzlich auf die linke gewechselt.” Eine Vollbremsung konnte gerade noch einen Zusammenstoß verhindern aber die Konzentration war danach endgültig verloren.
Für Lukas lief es deutlich besser und schneller – er wurde von Defekten verschont, versäumte es aber, seine Trinkflaschen aufzufüllen. Bei den hohen Temperaturen und der brennenden Sonne reichten die knapp 1,5 Liter nicht für drei Stunden Renntempo. “Die letzten Meter waren eine einzige Qual, mir wurde schon Schwarz vor Augen. Die Beine brannten, wollten schon lange nicht mehr, aber ich wollte noch ins Ziel”, so Lukas total erschöpft nach seiner Ankunft.
Dort war er auf nach 3:01:52 Stunden auf dem 7. Platz bei den Junioren klassiert worden. Matthias erreichte nach 3:18:27 Stunden und auf Rang 33 in der Herrenklasse den Zielbogen, Tobias wurde trotz aller Hindernisse nach 3:37:21 Stunden auf Platz 8. Platz der Junioren gezählt.
Aus sportlicher Sicht zwar größtenteils ein Wochenende zum abhaken, doch das MTBvD A-Team blickt schon wieder in die Zukunft. Tobias optimistisch: “Aus Fehlern lernt man. Wenn wir auch in Zukunft keine Reifendefekte verhindern können, so passieren uns die anderen Fehlentscheidungen bestimmt kein zweites Mal”.
Für das MTBvD Racing A-Team geht es auch direkt weiter. Tobias und Matthias starten am kommenden Sonntag, 29. August, beim 2. Wildwald-Vosswinkel Marathon in Wickede.
Der Tag in Bildern
Schon beim Warmfahren war es warm. Mittags notierten die Offiziellen dann 29 Grad.
Tobias bei der Zieldurchfahrt. Mehr als 60km, 1550 Höhenmeter und ein schwieriger technischer Defekt lagen zu diesem Zeitpunkt hinter ihm.
Brauchte weder Pumpe noch Schlauch: Lukas Löttert wurde von Pannen verschont.
Tobias, Lukas und Matthias nach dem Rennen. Die Ergebnislisten wurden erst mit langer Verzögerung ausgedruckt und waren auch am Abend noch nicht im Internet abzurufen.
Egal. REKOM ist eh der beste Trainingsbereich.
XCM Willingen – Wie man aus Pech und Frust noch einen schönen Samstag macht
Juni 22, 2010 by admin
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Mit MTBvD Castle waren wir direkt in der Team-Zone platziert worden und parkten neben allerhand Downhill-Teams wie Trek, Scott World Racing und Santa Cruz Syndicate.
Sogar einen Wachmann nebst äußerst schlecht gelauntem Wachhund hatte man für uns vorgesehen. Gut, dass sich der MTBvD-Schriftzug auf dem Trikot auch auf MTBvD-Castle wiederfand. Ansonsten würde ich jetzt noch vor dem Eingang warten.
Nach Rahmenbruch im abschließenden Training im Anschluss an 3 1/2 Stunden Autobahngequäle durch das Ruhrgebiet stand Tobias dann plötzlich am Freitagabend nicht nur ohne funktionstüchtiges Sportgerät sondern auch ohne jegliche Motivation da. Nachdem sich auch alle umstehenden Teammechaniker interessiert das Malheur angeschaut hatte, war klar: da war nichts mehr zu retten. Das Schaltauge war am Schaltwerk verblieben, hatte sich aber aus dem Rahmen gerissen.
Viele würden jetzt aufgeben. Wir natürlich nicht.
Trotz “Null Bock auf Garnichts”-Haltung bei diversen Personen entschlossen wir uns, eine Kreation aus Fahrrad Nr.3 in der Ladebucht und den “Resten” von Tobias’ Teambike zu erschaffen. Aus einem gefühlt tonnenschweren Giant-Alu-Rahmen mit Syntace VRO-Vorbau entstand unter Übernahme von Lenker, Bremsen und Pedalen etwas, mit dem man einen Marathon fahren kann. Theoretisch. Die Geometrie passte natürlich überhaupt nicht, der Rahmen war eine Nummer zu klein und den Sattel konnten wir ebenfalls nicht tauschen. Also ideale Vorraussetzungen für den nächsten Tag, als wir um 1 Uhr morgens den letzten Schraubendreher niederlegten.
Für mich war es dann eine Nacht fast ganz ohne Schlaf. Entweder ein Nachbar-Truck war der Meinung um 3 Uhr morgens einen ungedämmten Generator anzuwerfen, betrunkene Festival-Camper liefen grölend durch die Straßen oder ich war damit beschäftigt, Tobias in eine Position zu bugsieren, in der er nicht schnarchte (Denn MTBvD Castle stand schief. Sehr schief. Tobias schaffte es übrigens erstaunlicherweise, dabei weiterzuschlafen).
Frisch, fröhlich und ausgeschlafen (Ironie!) sprangen wir dann um 6 Uhr früh aus den Betten und auf die Rollentrainer zum Aufwärmen. Mit Startblock D durften wir uns dann gaanz hinten anstellen und fingen nach dem Startschuss erst mal an, uns durchs Gemüse an den aberhunderten Fahrern auf den ersten Berg hochzuarbeiten. Tobias schien über Nacht seine Motivation zurückgefunden zu haben und kämpfte sich angetrieben von der Aussicht auf eine heiße Dusche, Pizza und ein warmes Bett durch Nebel und Nieselregen über die Strecke. “Bergauf wurden die Rückenschmerzen mit jedem Anstieg schlimmer und bergab musste ich die Geschwindigkeit rausnehmen, um keinen Sturz mit dem unbekannten Fahrrad zu riskieren.”, berichtete er im Ziel. Eine richtige Entscheidung, denn überall auf der Strecke sah man Fahrer stürzen. Nach einem kleinen Boxenstopp, weil sich Tobias Sattelstütze in den Rahmen verabschiedet hatte, einem mittleren Boxenstopp, weil mir nach Abnehmen meiner Brille (Fog!) Dreck ins Auge geflogen war und einem großen Boxenstopp (obwohl wir sowas mittlerweile auch in ein paar Minuten schaffen) wegen eines Platten bei Tobias, waren wir froh als Willingen wieder näher rückte. Da es bei nur einer Wertungsklasse, nämlich “Kleine Runde – Herren” dann irgendwie doch egal ist, ob es jetzt Platz 99. und 100. oder 146. (Matthias) und 147. (Tobias) werden, waren wir zusammen geblieben und erleichtert, dass wir es trotz allen ungünstigen Umständen und Voraussetzungen vor allem vollständig und heil ins Ziel geschafft hatten.
Waldemar Fuchs erreichte Platz 18. auf der Mittleren Runde und platzierte so das MTBvD A-Team in den den Top20 – Gratulation! Max Messing wurde auf der Strecke stark ausgebremst und beende die Kleine Runde auf Platz 289.
Ein paar Bilder – mit exklusiven Einblicken in die MTBvD-TechArea:
MTBvD Castle in der Team-Area. Jetzt auch im Set mit hochwertigem 500W-Baustrahler erhältlich.
Ausgeschlafende Fahrer beim Aufwärmen. Tobias (1439) sucht gerade noch seine Motivation, Matthias ein Bett.
Jeder Marathon hat mal ein Ende. Auch wenn das so aussieht, als ob wir uns gerade gegenseitig vom Rad werfen wollen – wir verstehen uns eigentlich ganz gut.
Perfekte Betreuung: Jacke, Cola und Handtuch im Ziel. Aber um das mal grundsätzlich festzustellen: Ich bin nicht zu klein geraten sondern 1,80m gross und damit ziemlicher Durchschnitt. Tobias (rechts) liegt dagegen irgendwo um die 1,95m. Das liegt bestimmt an den ganzen Doping-Spritzen* (siehe Rennbericht Oelde).
Nach warmer Dusche, einem Stapel Pizza-Baguettes und Eiweiß-Shakes haben wir dann erst mal eine Stunde lang die Besucher und Regentropfen beobachtet während wir die Beine im warmen Bett hoch legten. Die Bikes waren danach aber leider immer noch dreckig.
Sehr dreckig.
Also los. Getreu dem Motto “Don’t be gentle, it’s a rental” immer drauf mit dem Kärcher.
Wir haben ja alles dabei.
Tobias kann schon wieder lachen und schraubt sogar in Teambekleidung.
Frisch geputzt sind Räder am schönsten.
Unsere Nachbarn, Santa Cruz Syndicate, bevorzugten eher schwerere Maschinen.
Rückbau: Aus dem Giant-Experiment müssen wieder zwei Räder werden.
Schrauben…
…schrauben…
…und recherchieren. Das passende Drehmoment sucht sich Tobias aus einer Liste auf der Tür des Laderaums heraus. Bitte beachten Sie auch unseren Reifen-Sponsor
– Daneben hängen dann noch weitere Checklisten für Alles und Jeden…
… und zwischendurch einen Schluck Kaffee mit einem Schuss Bremsenreiniger und einem Tröpfchen Isopropanol.
Auf dem Boden sieht man es – der Samstagnachmittag war nass. Also nichts wie weg hier aus Willingen und auf zum nächsten Rennen.
Nächster Halt: SKS Cup in Haltern am See, 27. Juni
Mehr Bilder: http://mtbvd-forum.de/album.php?albumid=306
Die nächste Schlacht wird geschlagen – SKS Cup Grafschaft
Juni 8, 2010 by admin
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Rennbericht von torxTR
Aktuell zieht das MTBvD Racing A-Team jede Woche in eine andere Schlacht. In Hagen wurde das Rennen zur Schlammschlacht, eine Materialschlacht führen wir sowieso immer und jetzt also Grafschaft, der vierte Lauf des SKS NRW Cups – und eine Hitzeschlacht.
Vor allem steile, schonungslos der Sonne ausgesetzte Anstiege kennzeichnen die Strecke im Hochsauerlandkreis. Bergab geht es entweder über ein paar schmale Trails, die sich über Wurzeln um ein paar Bäume schlängeln oder geradeaus und verdammt schnell quer über Wiesen. Eine Strecke also, die weniger technisches Können als Kondition und Ausdauer der Fahrer verlangt.
Und dann war da ja noch die Hitze. Meist müssen die Fahrer der Jugend-Klasse, die um 8.32 Uhr auf die Strecke gelassen werden, so früh am Morgen noch zu Armlingen und Langarmtrikot greifen. In Grafschaft wären sie stattdessen um jedes Kleidungsstück weniger und jeden Zentimeter Reißverschluss mehr froh gewesen. So mancher Fahrer kam denn auch nicht mit diesen ungewohnten Bedingungen klar. Schon nach wenigen Minuten wurde das Feld auseinandergesprengt und die Rückstände wuchsen trotz der kurzen Renndauer von nur zwei Runden in den deutlichen Minutenbereich.
Platz 2 für Lukas, Tobias kämpft mit der Hitze
Unsere beiden Nachwuchsathleten Lukas Löttert und Tobias Atzberger standen daher auch mit gemischten Gefühlen am Start. Gerade Lukas stand als Cup-Führender unter einem besonderen Leistungsdruck: „Ich muss hier mal wieder alles geben, was geht. Der Abstand nach hinten ist hauchdünn, und ich möchte natürlich auch wieder im Führungstrikot abreisen. Und dann noch diese Hitze!“.
„Ich würde schon jetzt gerne duschen, obwohl ich nur 30 Minuten Warm-Up auf dem Rollentrainer hinter mir habe und dabei schon eine gefühlte Badewanne leergetrunken habe. Diese Temperaturen sind gar nicht mein Ding. “, beschrieb Tobias seine Gefühle vor dem Start. Trotzdem erwischte der 16-Jährige einen sensationell guten Start und ging an zweiter Stelle in den ersten Anstieg hinein.
Nach zwei absolvierten Runden sah die Welt jedoch ganz anders aus. Zwischendurch hatte sich mal wieder Tim Hollmann vom Feld abgesetzt und war in das mit zwei Minuten Vorsprung gestartete Feld der Junioren reingefahren. Diesen Vorsprung konnte der Fahrer des ATV Haltern bis ins Ziel retten und holte sich damit die Cupführung zurück. Lukas: „Der hat ein solches Wahnsinnstempo gemacht, wenn ich da drangeblieben wär, hätte ich das Ziel nicht lebend erreicht“. Lukas überlebte und erreichte das Ziel auf dem zweiten Platz, den er jetzt auch in der Gesamtwertung mit nur 25 Punkten Rückstand innehat.
Tobias kämpfte sich schließlich an neunter Stelle mit drei Minuten Rückstand auf den Sieger ins Ziel, er hatte unterwegs wegen Kreislaufproblemen auf die Bremse treten müssen. „Bei Puls 195 habe ich dann mal abgeriegelt, das ist viel zu viel für mich. Wir sind ja einiges gewöhnt, aber das war grausam. Ein Wunder, dass hier keiner vom Rad gekippt ist. Am Ende habe ich alles ins Gesicht geschüttet was zu fassen war – Cola, Iso, Wasser total egal.“, so Tobias’ Bilanz des Tages.
Platz 2 auch für Maren Flender
Das MTBvD Racing A-Team hatte zwar vorgesorgt und sorgte mit genau 16,5 Litern stillem Trinkwasser, sechs Litern Sprudel und knapp 380 Liter Brauchwasser dafür, dass die Sportler ihren Flüssigkeitshaushalt im Griff halten konnten. Auf die Sonne hatte man jedoch keinen Einfluss und so musste auch Maren Flender ihr Rennen bei den Frauen der Lizenzklasse ohne eine Wolke am Himmel bestreiten. Nach einer Gesamtzeit von 1:14:11 Stunden kam sie als Zweite ins Ziel: „Der Rückstand war ordentlich. Aber ich konnte mein konstantes Tempo fahren und dieses auch bis zum Ende durchhalten, mit der Hitze kam ich dabei eigentlich ganz gut klar. Umso schöner, dass dabei noch Patz 2 herausgekommen ist“.
Matthias fährt knapp am Podest vorbei
Gut klar mit den warmen Temperaturen kam auch Matthias, dessen Rennen in der Herren Fun-Klasse erst am Nachmittag startet: „Beim Aufwärmen waren die Beine miserabel, es war viel zu warm und ich hatte schon Bedenken, zu viel getrunken zu haben“. Der Start war dann auch eher unglücklich. In der zweiten Reihe aufgestellt war die Kraft zum nach Vorne fahren zwar da, der Weg aber nicht frei. „Aus dem Weg schubsen, ins Schaltwerk fahren oder die – leider eigene – Bremse ziehen waren die Alternativen“, so Matthias. Am Ende ging er dann Mitten im Feld in den ersten Downhill und wurde kräftig ausgebremst. „Der Fahrer vor mir hatte schon im Startblock erzählt, dass er eigentlich nur Rennrad fährt. Das war dann leider auch mehr Parken als Fahren. Selbst auf dem Wiesendownhill ist der gefühlt im Rückwärtsgang gefahren.“* Die Spitzengruppe war also erst mal weg. Weit weg. Aber mit jeder Runde drehte Matthias mehr auf. Während die meisten Fahrer seiner Klasse von zu Runde langsamer wurden, fuhr er mit 13:18 Minuten in der letzten Runde die zweitschnellste Rundenzeit. Bei den schnellen Abfahrten konnte er sich ja auch blind auf seine Magura Marta SL verlassen und erst einige Sekunden vor Einschlag in die Heuballen bremsen. “Ich kam erstaunlich gut zurecht. Die langen, steilen Anstiege liegen mir einfach.”
In der letzten Runde gab es dann noch ein ganz besonderes Erlebnis: „Da bretterst du mit Puls 190 in eine Abfahrt, bist eigentlich sehr mit dir selbst und der Strecke beschäftigt und dann läuft da mitten auf der Strecke ein Hund rum, weil irgendwelche Zuschauer nicht nachdenken. Aber ich bremse auch für Tiere.“ Auch eine kurzfristige Kontaktaufnahme mit einem der schnellen Seniorenfahrer konnte Matthias ohne Sturz beenden.
„Einer unsere Betreuer hat mir beim letzten Trinkflaschenwechsel irgendwas wie „Rückstand Platz drei“ entgegen gerufen. Ich hab’s auf die Hitze geschoben und ihn für wahnsinnig erklärt, aber das stimmte ja wirklich.“ Am Ende stand denn auch ein fünfter Platz für Matthias auf der Rechnung, mit nur sechs Sekunden auf den Vierten und nur 15 Sekunden auf den dritten Platz. So wusste er im Ziel auch nicht, ob er sich freuen oder ärgern sollte: „Eine Runde mehr und ich hätte die beiden auf jeden Fall noch bekommen. Die Beine waren gut, der Kreislauf war hier das Limit. Alternativ hätte ich den Hund umfahren können.“, so Matthias humorvoll.
Unglücklich lief es für Waldemar Fuchs, der sein Rennen in der Senioren-Klasse nach zwei Runden aufgeben musste. Nicht am Start in Grafschaft war Eberhard Schulte, der in der letzten Woche die Bike Trans-Germany bestritten hatte und diese auf einem starken 88. Platz im Gesamtklassement beenden konnte.
Als die Sonne endlich über den Berggipfeln des Sauerlands verschwand, war das Team schon in weiter Ferne. In Rekordzeit hatte man das Equipment zusammengepackt und verladen und bog so gerade auf die A46 ab, als die ersten Regentropfen auf die Windschutzscheibe schlugen.
Nächster Halt: Sympatex Bike Marathon Willingen, 12. Juni
Lukas Löttert, Maren Flender und Eberhard Schulte siegen beim NRW-Cup Hagen
Juni 4, 2010 by admin
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Ungläubige Blicke als am Samstagmorgen ein ganzer Karton Handtücher in den Laderäumen des rollenden Teils von MTBvD-Castle verschwandt. „Die brauchen wir doch nicht wirklich alle?!“ Wir brauchten. Aber der Reihe nach.
Mit der respektablen Quote von zehn Laufrädern für zwei Fahrer rollte die MTBvD-Logistik am Samstag nach Hagen. Nach fast drei Wochen Krankheit, einer Packung Antibiotika und nur wenigen Grundlagenkilometern über Pfingsten sollte das Hagener 3-Stunden für Matthias zu einer ersten Standortbestimmung werden. Mit dem 12. Platz in der Herrenklasse zeigte er sich im Hinblick auf die letzten Wochen zufrieden: „Ziel war es, zu schauen wie es so läuft – und es lief gut.“
Auch für Tobias, der sonst eher kurze Einheiten gewöhnt ist, sollte das Rennen als Ausdauertest im Hinblick auf das immer näher rückende 24h-Rennen in Duisburg dienen. Zwischendurch verabschiedete sich allerdings seine Sattelstütze in Richtung Sitzrohr. Dank umfassender Support-Crew aber kein Problem: „Eine Gabel würde ich Rennen ja vielleicht nicht kürzen wollen, aber ansonsten haben wir mittlerweile ja wirklich alles in der Techzone auf Lager“, so Tobias.
Die Nacht gestaltete sich für die Fahrer dann mehr als unruhig. Mehrmals weckte der prasselnde Starkregen die Sportler und kündigte die kommenden Herausforderungen an.
Lukas Löttert gewinnt im Schlamm von Hagen
Den Anfang machten zu früher Stunde am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr die Fahrer der Jugend Fun-Klasse. Lukas Löttert, der in Oelde sein Leadertrikot an Tim Hollmann (ATV Haltern) verloren hatte, wollte es in Hagen wieder zurück in den Kleiderschrank holen. Vor dem Start verriet er seine Rennstrategie: „Ich fahre hier Vollgas – und zwar ab Sekunde Null. Entweder das funktioniert oder es gibt ein Desaster.“ Es funktionierte. Lange Zeit sah es jedoch so aus, als ob Tim Hollmann einen weiteren Sieg ins Münsterland holen kann. Lange Zeit duellierten sich die beiden Favoriten an der Spitze. Erst auf der zweiten und letzten Runde konnte sich Lukas absetzen und gewann mit nur wenigen Radlängen Vorsprung.
Vom Pech verfolgt war dagegen Tobias Atzberger. Trotz der Belastung vom Samstag zog er auf der langen Startgeraden aus einer schlechten Startposition am gesamten Feld vorbei und bog als Erster in den Singletrail ein. Dann verabschiedete sich jedoch der hintere Schnellspanner, der Reifen schlug aus und Tobias konnte gerade noch einen Sturz vermeiden. Nach der Reparatur musste er das Rennen als Letzer wieder aufnehmen und arbeitete sich trotzdem noch auf einen respektablen 13. Platz vor und holte damit fast mehr als zehn Minuten Rückstand auf. „Ich hätte hier gerne gezeigt, was ich drauf habe aber das Material hat mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch die Saison ist noch lang und ich bin noch nicht müde.“ so sein enttäuschtes aber zuversichtliches Fazit.
Schon die Jugendfahrer hatten im Ziel eine ordentliche Ladung Schlamm an ihren Rädern gesammelt. Doch all dies war noch harmlos. Gegen Mittag öffnete der Himmel die Schleusen. Der Hausmeister begann, den Schlamm mit einer Schaufel aus den Duschräumen zu schaffen und kommentiere seine Bemühungen humorvoll: „Bei den Mädels traue ich mich natürlich erst heute Abend rein, ob ich mir vorher einen Bagger besorgen soll?“.
Maren Flender wo man sie immer findet – ganz weit vorne

Währenddessen pflügte Maren Flender durch den Schlamm auf einer Strecke, die von Minute zu Minute anspruchsvoller wurde. Maren nach dem Rennen: „Der Downhill im Expobereich war am Ende wirklich eine Herausforderung. Erst bin ich gefahren, dann ein Mal fast unfreiwillig geflogen und dann gelaufen.“ Am Ende musste sie sich zwar mit dem vierten Rang und der Holzmedaille geschlagen geben, da die Plätze eins bis drei allerdings alle an nicht NRW-ler gingen, konnte sie trotzdem den Titel der Landesverbandsmeisterin mit nach Hause nehmen.
Beim letzten Rennen des Tages auf der CC-Strecke ging Matthias Heinemann in der Herren Funklasse an den Start. Lange hatte er überlegt, ob er überhaupt starten soll, das Verletzungsrisiko erschien hoch. Im Ziel zog er ein ernüchterndes Fazit: „Ein Wort zur Strecke? Es gibt keine Strecke mehr.“
Trotz der Belastung von Samstag war genügend Kraft vorhanden aber die Bedingungen verhinderten eine bessere Platzierung: „Ich dachte bergauf, ich parke. Du trittst und trittst und es geht trotzdem nicht voran. Die Reifen klebten förmlich im Schlamm.“ Am Ende wurde er auf dem 12. Platz klassiert.
Die hohe Verletzungsgefahr mussten auch die Fun-Senioren erfahren, die schon nach wenigen Minuten auf das Herrenfeld auffuhren. „Die rutschen auch mehr als dass sie fuhren und waren stets damit beschäftigt, nicht vor einen Baum zu knallen. Aber ich provoziere es doch hier nicht, den Tag im Krankenhaus zu beenden“ so Matthias lachend und ergänzt: „Ich bringe für solche Bedingungen und Strecken schlichtweg auch zu wenig Gewicht aufs Rad. Auf den Wurzelpassagen fliegt man dann sofort weg, wenn die Reifen erst mal rutschten.“

Einen besseren Tag erwischte Eberhard Schulte in der Senioren 1 – Funklasse. Er gewann das Rennen souverän vor Mark Steinweger (Nutrixxion) und Roman Köhler (Team-Speiche Witten) und ist bereit für größere Herausforderungen: „Alles in Alles ein erfolgreiches Trainingsrennen. Am Donnerstag geht es jetzt auf die Trans Germany, ich hoffe auf Sonnenschein!“.
Das wirklich letzte Rennen des Tages bestritt dann der MTBvD Nachwuchs beim Lexxi-Schülercup. Das schließlich abgebrochene und annullierte Rennen hinterließ natürlich viele enttäuschte und traurige Gesichter aber wenigstens fanden die jungen Athleten mit MTBvD-Castle einen halbwegs trockenen Platz zum Unterstellen und Aufwärmen.
Nachdem Trikots und Hosen durch einen vierstündigen Aufenthalt in der Waschmaschine wieder vom Schlamm befreit wurden, befindet sich das MTBvD Racing Team jetzt schon wieder in den Vorbereitungen für das kommende, vierte Rennen des SKS NRW Cups in Schmallenberg-Grafschaft im Sauerland. Es ist Sonnenschein angesagt.
Nachgereicht: Rennbericht vom CC Rennen in Oelde
Mai 18, 2010 by admin
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Nach einigen Jahren im Nachrichtengeschäft weiß ich nur zu gut: Nichts ist so alt wie die Nachrichten von gestern. Um mit den Geschehnissen vom letzten Sonntag noch jemanden hinter dem Ofen hervorzulocken, braucht es also entweder einen handfesten Skandal oder spektakuläre Unfälle. Oder am Besten beides.
Der 2. Lauf des SKS NRW Cups in Oelde ist aus Sicht des MTBvD A-Teams schnell zusammengefasst: Lukas kam beim Start der Jugend Fun-Klasse schlecht weg, stürzte, verlor erst einige Kettenblattschrauben und im Anschluss das Leadertrikot. Im Ziel wurde er auf Platz 4 gewertet, es gewann Tim Hollmann. Maren stürzte auch, konnte aber noch den 5. Platz sichern. Tobias startete auch, allerdings nur in den Träumen des Streckensprechers, der ihn fröhlich als auf der Strecke befindlich ankündigte. In Wahrheit konnte er genauso wie Matthias wegen Krankheit das Rennen nicht wahrnehmen. Die Erfolge der Nachwuchsabteilung wurden hier ja schon erwähnt (auch von dieser Stelle noch mal Herzlichen Glückwunsch!).
Jetzt aber zum Skandal. Doping! Jahrelang nur den Straßenrennfahrern zugeschrieben, gelang am Wochenende der Beweis. Auch im MTB-Bereich wird gedopt:
Öffentlich und direkt in den Oberschenkel! Die Ergebnisse werden wir dann in Hagen (3. Lauf des SKS Cups) beobachten und berichten.
(Anmerkung der Redaktion: Das war eine Thrombosespritze)
Ein wenig Doping oder ein Kopfkissen für den Lenker hätten auch manche Fahrer der Junioren-Fun Klasse gebraucht, die hier noch etwas verschlafen im Startblock vor den Jugend-Fun Fahrern stehen.
Für die Statistiker: Die rasierten Beine scheinen in der Juniorenklasse mit 1 zu 3 Beinpaaren stark unterrepräsentiert.
Der interessierte Betrachter achte mal auf die Gesichter so kurz vor dem Start, so manchem steht die Anspannung förmlich ins Gesicht schrieben.
Rasiert, epilliert, gewachst, mit Haaren oder ohne – in jedem Fall geht es sofort Vollgas los bei den Junioren. In der Mitte der spätere Sieger Florian Happ (574).
Direkt dahinter folgen die Jugend-Fun Fahrer mit unserem Athleten Lukas Lötter (471) im Leadertrikot. Nein, das ist kein Farbfehler ins violette sondern die personelle Übermacht des ATV Halterns.
Michael Bonnekessel fuhr auch, und wurde Zweiter.
Hier zieht Maren Flender ihre Spur durch die Landschaft und hat gar kein Auge für die Obstblüte rechts und links des Weges.
Das Fahrerfeld der Frauen war aber auch gross genug. Es galt früh im Ziel zu sein…
…um noch einen Platz im Sparkassen-Spachtelmasse-Bus zu den Duschen (!!!) zu bekommen. Der Start-Ziel-Bereich befand sich übrigens direkt neben einem Freibad, dessen Betreiber anscheinend was gegen Mountainbiker haben.
Den Skandal haben wir schon erwähnt, dann fehlt jetzt noch der Unfall. Dafür sorgte Maren Flender – ist aber nicht’s schlimmes passiert. Lag bestimmt an dem abgefahrenen wild grip’r Reifen. Martin, die Frau braucht bis Hagen dringend Ersatz! 
Weitere Bilder im zugehörigen Album:
http://www.mtbvd-forum.de/album.php?albumid=292
Nächster Halt: 2. Lauf der Nutrixxion Marathon Trophy und 3. Lauf des SKS NRW Cups in Hagen am 29./30. Mai
Platz 4 für Lukas Löttert und Platz 2 für Michael Bonnekessel in Oelde
Mai 11, 2010 by admin
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Nachdem im Vorbericht schon zu lesen war, dass das MTBvD A-Team etwas dezimiert an den Start gehen würde beim Lauf des SKS-NRW-Cup in Oelde, war Lukas Löttert der einzige Junior der die MTBvD Fahne hoch hielt.
Hier erst mal der Vorbericht:
“MTBvD A-Team mit Ausfällen
Teamfahrer Tobias, der nach seinem undankbaren vierten Platz in der Jugend Fun-Klasse am letzten Sonntag, in Oelde den Sprung auf das Treppchen schaffen wollte, wird durch einen eingegipsten Fuß von seinen Ambitionen abgehalten. Eine unbemerkte Druckstelle hatte sich entzündet und das Gleitgewebe der Achillessehne in Mitleidenschaft gezogen. „Als das Wort Gips im Behandlungszimmer gefallen ist, wusste ich, dass sich das Rennen am Sonntag erst mal erledigt hatte“. Erste Ideen, eine Pedalplatte direkt in den Stützgips zu schrauben und so den Start doch noch zu ermöglichen, wurden nicht weiter verfolgt… „Jetzt wird die Sehne erst mal richtig gesund und danach die Form behutsam und professionell wieder aufgebaut. Die Saison ist noch lang!“ so Tobias.
Auch Matthias wird in Oelde in der Herren Fun-Klasse nicht am Start stehen. „Als Student ist man im Hörsaal rund 300 potentiellen Bakterienschleudern ausgesetzt. Eine wird mich erwischt haben. Mit dem Griff zu Schmerzmitteln und Fiebersenkern -Anwesenheitspflicht! – stand dann auch mein Streichergebnis fest.“
Lukas gab sein bestes, aber leider reichte es für´s Podium diesmal nicht. Mit Platz 4 erntete er den undankbarsten Platz bei Rennen überhaupt und musste leider auch sein Führungstrikot an Tim Hollmann vom Team MCW Trendbike abgeben.
Bonnekessel mit Aufholjagt auf Platz 2
Michael Bonnekessel (MTBvD/POISON) stand in der 5. Startreihe. Gleich nach dem Start zog sich das Feld auf dem engen und winkligen Kurs auseinander. Überholmanöver in den Abfahrten waren schwierig und auf den Geraden nur unter enormen Anstrengungen zu machen.
Nach 3 Runden hatte sich Michael Bonnekessel an die vierte Position vorgearbeitet und fast auf Tuchfühlung zum Führungstrio mit Jörg Hüter, Ralph Kröger und dem Österreicher Klaus Reinisch, doch der Topfavorit Klaus Reinisch, sah Bonnekessel kommen und löste sich rechtzeitig von dem Führungstrio. Bonnekessel setzte direkt hinterher, aber die Kraft reichte nicht mehr um heranzukommen. Im Gegenteil Bonne musste noch 4 Runden hart darum kämpfen, den zweiten Platz nicht noch an Ralph Kröger (Rose Red Bull) wieder zu verlieren, denn er musste für seine Aufholjagd und die kräfteverschleißenden Überholmanövern noch richtig leiden.
Am Ende reichte es zum sicheren zweiten Platz und seiner 8. Podiumsplatzierung in Folge. Natürlich war er damit wieder schnellster Masters-2-Fahrer, doch beim NRW-Cup werden diese nicht separat gewertet. „Hätte ich mich nach der Aufholjagd im Windschatten des Trios mal zwei Runden etwas ausruhen können, wäre vielleicht mehr als der zweite Platz drin gewesen. Klaus hat das taktisch sehr gut gemacht. Der zweite Platz macht aber auch sehr glücklich, denn hier muss ich ja zum Teil gegen 12 Jahre jüngere Fahrer antreten. Immerhin bin ich ja auch noch schnellster Deutscher worden,“ grinst Bonne nach dem Rennen.
Bericht: Michael Bonnekessel
Fotos: Thomas Sommer
Im gleichen Rennen belegte Waldemar Fuchs den 10. Platz und rundete damit das erfolgreiche Wochenende in Oelde für den MTBvD Racing ab.
Platz 1 für Lukas Löttert und Platz 3 für Eberhard Schulte beim NRW Cup in Solingen
Mai 3, 2010 by admin
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Das erste Rennen des Tages bestritten schon um 8.30 Uhr unsere Fahrer Lukas Löttert und Tobias Atzberger in der Jugend-Fun-Klasse. Aufgrund ihrer Vorjahresleistungen wurde beiden Fahrer in der ersten Startreihe aufgestellt und fanden nach einem hervorragenden Start sofort gut ins Rennen.
Schon nach der ersten Runde lag Lukas an der Spitze des 17 Fahrer großen Feldes. Doch in den folgenden Runden entbrannte ein kräftezehrender Kampf um die Spitzenpositionen und die Führung wechselte ständig. Erst kurz vor dem Ziel konnte Lukas den später zweitplatzierten Tim Hollmann kassieren.
„Als wir das letzte Mal durch die Technikzone gerast sind, dachte ich mir, so ein schickes Leadertrikot würde mir ja auch gut stehen und habe noch mal alles mobilisiert, was ging. Die Beine wollten zwar schon längst nicht mehr, aber der Kopf war heute stärker.“ so Lukas im Ziel, das er nach 30 Minuten und 38 Sekunden erschöpft erreichte.
Auch Tobias lag bis zur letzten Durchfahrt der Verpflegungs- und Technikzone, wenige hundert Meter vor dem Ziel, auf dem dritten Platz: „An den Zweitplatzierten bin ich nicht mehr drangekommen, wollte den Podiumsplatz nur noch sicher ins Ziel fahren.“ Das misslang jedoch leider, da sich im Windschatten Joshua Winz herangearbeitet hatte und kurz vor dem Ziel vorbeizog. „Wo kam der denn plötzlich her?“, war Tobias erste Reaktion nach dem Rennen, das er somit als Vierter mit nur 17 Sekunden Abstand auf die Podestplätze beendete.
Zwischen dem ersten und dem vierten Platz lagen am Ende weniger als eine Minute Zeitabstand, was offenbart wie stark aktuell die Leistungsdichte selbst in den Nachwuchs-Funklassen ist.
Technische Probleme bremsen Maren Flender
Bei den Frauen startete Maren Flender für das MTBvD A-Team in der Lizenzklasse und führte schnell das Fahrerfeld an. Doch kurz vor Schluss nahmen technische Probleme ihr die sichere Chance auf den Sieg. „Der Freilauf wollte nicht mehr. Ersatz stand zwar bereit doch irgendwas klappte nicht beim Wechseln. Währenddessen konnte ich nur noch entsetzt mit ansehen, wie das halbe Fahrerfeld an mir vorbei ist.“ Am Ende finishte Maren auf dem zehnten Platz mit 14 Minuten Rückstand auf die Erstplatzierte Sandra Gockert.
Riesiges Startfeld in den Fun-Klassen
Zum Abschluss des Tages starteten die Sportler der Herren Fun-Klasse, in der die enorme Masse von 32 Fahrern auf die Strecke ging. Allerdings erst nach einer halben Stunde Wartezeit im Startblock bei nasskalter
Frühlingsluft. Auch hier hatten unsere Fahrer mit technischen Problemen zu kämpfen: „Regen, Sonne, Regen – die Bedingungen änderten sich alle paar Minuten. Ich habe mit der Bereifung heute leider danebengegriffen und fuhr dann mit einem Hinterreifen, der auf dem mittlerweile abgetrockneten Schotter keinen Halt fand und ständig ausbrechen wollte. Nachdem ich zwei Mal fast in einen Baum geknallt wäre, habe ich das Rennen mental schon abgeschrieben und ordentlich die Pace rausgenommen. Ich brauche zurzeit immer einige Runden bis ich gut ins Rennen komme – da ist es ungünstig, wenn das gesamte Rennen schon nach fünf Runden zu Ende ist.“ berichtet Matthias.
In Veränderung zum Vorjahr wurden in Solingen erstmals die Senioren Fun-Klassen direkt hinter den Herren in den Wettkampf geschickt. Daher setzte ein unübersichtliches Chaos ein: „Von hinten kamen die schnellen Senioren an und nach vorne liefen wir schon nach wenigen Runden auf die langsamsten Fahrer unser eigenen Klasse auf.“ so Matthias im Ziel, was er auf einem enttäuschenden 13. Platz erreichte. Insgesamt wurden 26. Fahrer gewertet, es gewann Michael Osinski.
Platz 3 für Eberhard Schulte
Wieder einmal aus letzter Startreihe ging es mit 30 anderen Fahrern auf die 5 Runden.
In Runde 3 konnte Eberhard auch durch Verkehr gebremst endlich zum Führungsduo aufschließen.
Als er sich gerade ein Taktik für die letzten 2 Runden zurechtlegen wollte passierte es: Sturz!
An einer völlig unspektakulären Stelle – naja Lenker gerade und weiter!
Allerdings kostet das 20 sec. wovon er nochmal bis auf 10 sec. heranfahren konnte.
Somit Rang drei mit Luft nach vorne.
Mal sehen was in Oelde geht, hier wird nach Cup-Stand aufgestellt = Reihe 1
Weitere Ergebnisse des MTBvD-Teams:
- Waldemar Fuchs erreichte Rang 9 in der Senioren Lizenzklasse
- Sebastian Schmidt erreichte Rang 18 bei den Herren Fun
Nächster Halt: SKS NRW Cup 2. Lauf Oelde, 09. Mai
Viele weitere Bilder (2 Seiten!) im Album unter http://www.mtbvd-forum.de/album.php?albumid=282









